Bevor du zu Bürste und Waschmittel greifst, lohnt der Blick darauf, was eine Auflage überhaupt kaputt macht. Drei Dinge arbeiten gegen den Stoff, und keines davon ist der Schmutz, an den die meisten zuerst denken.
Das erste und mit Abstand größte Problem ist Wasser. Eine Gartenauflage besteht aus einem Bezug und einem Schaumkern, und dieser Kern verhält sich wie ein Schwamm. Er saugt Regen, Tau und Spritzwasser auf, hält es im Inneren fest und gibt es nur langsam wieder ab. Genau dort, im dunklen, feuchten Kern, fühlt sich Schimmel wohl. Das Umweltbundesamt beschreibt für Innenräume denselben Mechanismus, der auch im Polster greift: Schimmel braucht Feuchtigkeit und ein nährstoffhaltiges Material, und beides liefert ein nass gewordenes Sitzkissen frei Haus. Von außen sieht das Polster oft noch tadellos aus, während es innen längst muffig ist.
Das zweite Problem ist die Sonne. UV-Strahlung bleicht Farben aus und macht Fasern mit den Jahren spröde. Ein knalliges Blau wird zum müden Graublau, kräftige Muster verblassen. Dagegen hilft kein Waschmittel, nur ein schattiger Standort über die Mittagsstunden und das Wegräumen, wenn die Auflagen gerade nicht gebraucht werden.
Das dritte Problem sind festgetrocknete Flecken. Rotwein, Fett von der Grillzange, Sonnencreme, Vogelkot. Frisch lässt sich fast alles auswaschen. Trocknet ein Fleck erst ein und wird dann von der Sonne regelrecht eingebrannt, sitzt er dauerhaft im Gewebe. Daraus folgt die wichtigste Regel dieses Ratgebers, die für alles Weitere gilt: schnell handeln und immer trocken lagern. Wer das beherzigt, braucht den Rest nur noch selten.