Bevor du ein einziges Möbelstück kaufst, zeichne deine Terrasse maßstabsgetreu auf ein Blatt Papier. Das klingt nach Umstand, spart dir aber den teuersten Fehler überhaupt, nämlich Möbel, die nicht zusammenpassen mit dem Raum. Trag zuerst die festen Punkte ein: die Tür und ihren Schwenkbereich, die Stufe in den Garten, einen eventuellen Wasseranschluss oder die Steckdose. Diese Punkte stehen fest, alles andere ordnet sich darum herum.
Jetzt teilst du den Rest in Zonen auf. Auf einer kleinen Terrasse gibt es realistisch eine Hauptzone, in der das Leben stattfindet, und eine Durchgangszone, die frei bleiben muss. Die Hauptzone ist fast immer eine Sitzecke, und die gehört an die ruhigste Stelle, meist in eine Ecke oder an die Hauswand, wo sie Rückendeckung hat und niemandem im Weg steht. Wer mittig sitzt, sitzt im Durchgang.
Die Versuchung ist groß, mehrere Funktionen unterzubringen: hier essen, dort liegen, daneben grillen. Auf wenigen Quadratmetern geht das nicht auf. Entscheide dich für die eine Nutzung, die du wirklich oft brauchst. Wer abends draußen isst, plant einen kleinen Esstisch. Wer entspannt, ein Lounge-Eck. Beides zusammen bedeutet, dass du beides nur halb hast. Eine Liege, die zusätzlich noch dazwischen quetscht, blockiert am Ende den ganzen Durchgang.
Ein Detail entscheidet über das gesamte Wohngefühl: der freie Weg. Von der Tür muss ein durchgehender, unverstellter Pfad zur am häufigsten genutzten Stelle führen, ohne dass du einen Stuhl anrücken musst. Dieser Weg ist kein verschenkter Platz, er ist das, was die Terrasse benutzbar macht. Plane ihn als Erstes ein, dann setzt du die Möbel in die Flächen, die übrig bleiben.